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1950 – 2025 · 75 Jahre · im Zeitstrahl zeigen

Gewalt und Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen Österreichs (Klasnic-Kommission)

Seit 2010 meldeten sich in Österreich 3.651 Menschen, die in Heimen, Internaten, Schulen, Pfarren und Klöstern der katholischen Kirche Gewalt oder Missbrauch erlitten hatten, die meisten als Kinder; 72 Prozent sind vor 1966 geboren. Fast die Hälfte berichtete von sexueller Gewalt, die meisten zusätzlich von psychischer und körperlicher Gewalt. Rund die Hälfte der 1.350 identifizierten Beschuldigten waren Priester oder Ordensbrüder, ein großer Teil Ordensschwestern. Bis Mitte 2025 sprach die von der Kirche eingesetzte Unabhängige Opferschutzkommission den Betroffenen 37,7 Millionen Euro zu. Die Bischöfe räumten ein, Täter seien oft mehr geschützt worden als die Opfer.

Zeitraum
1950 – 2025 (75 Jahre)
Bericht veröffentlicht
1. Oktober 2025
Land
Österreich
Institutionen
Katholische Kirche in Österreich
Österreichische Ordenskonferenz
Unabhängige Opferschutzkommission
Kategorie
Eingeständnis, Gewalt, Sexueller Missbrauch, Vertuschung
Belegstufe
A Primärquelle · was heißt das?

Was den Menschen geschah

Wer war betroffen? Betroffene und Zahlen

  1. Seit 2010 gingen nach dem Verfahren der kirchlichen Rahmenordnung 3.651 Meldungen ein (Stand 30. Juni 2025). Die Ombudsstellen betreuen darüber hinaus Betroffene, die nur angehört werden wollen; sie sind in dieser Zahl nicht enthalten.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.1, PDF-S. 6
    „Seit 2010 gingen 3.65115 Meldungen gemäß Verfahren der Rahmenordnung ein“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.1, PDF-S. 6. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.1, PDF-S. 6, Fußnote 16
    „Es melden sich in den Ombudsstellen auch Betroffene, die angehört werden wollen und keine Finanzhilfe oder Therapiestunden wollen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.1, PDF-S. 6, Fußnote 16. Original
  2. Fast die Hälfte der Betroffenen (47 %) meldete sexuelle Gewalt, die übrigen körperliche oder psychische Gewalt. Meist kamen mehrere Formen zusammen; psychische Gewalt wird am häufigsten genannt, knapp gefolgt von körperlicher.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.7, PDF-S. 9
    „(47 %) meldet Vorfälle zu sexueller“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.7, PDF-S. 9. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.7, PDF-S. 9
    „Gewalt. Bei allen anderen Vorfällen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.7, PDF-S. 9. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.7, PDF-S. 9
    „testen genannt, knapp gefolgt von“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.7, PDF-S. 9. Original
  3. 72 Prozent der Betroffenen sind vor 1966 geboren. Bei der Meldung waren sie im Durchschnitt zwischen 52 und 60 Jahre alt; seit 2017 melden sich viele rund um den Pensionsantritt.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.6, PDF-S. 8
    „Von den Betroffenen sind 72 Prozent vor 1966 geboren worden. Der Altersdurchschnitt zum Zeitpunkt der Meldung liegt zwischen 52 und 60 Jahren.“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.6, PDF-S. 8. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.6, PDF-S. 8
    „Signifikant ist, dass seit dem Jahr 2017 die Meldungen rund um den Pensionsantritt erfolgen.“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.6, PDF-S. 8. Original
  4. Die meisten Meldungen (61,3 %) betreffen Heime und Betreuungseinrichtungen für Kranke oder Menschen mit Behinderung, weitere 21,6 % Schulen, Internate und Kindergärten, 11,7 % Pfarren und 1,9 % Klöster und Orden. Kirchliche Organisationen, oft Orden, führten Kinder- und Erziehungsheime im Auftrag der öffentlichen Fürsorge oder als eigene Einrichtungen. Auf Wien, Linz und Innsbruck entfallen 75,4 % der Meldungen.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.8, PDF-S. 9
    „Die überwiegende Mehrheit der Meldungen bezieht sich auf Heime und Betreuungseinrichtungen für Kranke oder Menschen mit Behinderung (61,3 %)“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.8, PDF-S. 9. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.8, PDF-S. 9
    „Auf den schulischen Bereich bzw. zugehörige Internate oder Kindergärten entfallen weitere 21,6 Prozent“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.8, PDF-S. 9. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.8, PDF-S. 9
    „Die Meldungen aus pfarrlichen Zusammenhängen machen 11,7 Prozent aus, jene aus Klöstern und Orden 1,9 Prozent“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.8, PDF-S. 9. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 2.4, PDF-S. 5
    „Kirchliche Organisationen, oftmals Orden, waren im Auftrag der damaligen „Fürsorge“ in Kinder- und Erziehungsheimen für die öffentliche Hand tätig oder führten eigene Einrichtungen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 2.4, PDF-S. 5. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.8, PDF-S. 9
    „Die drei am stärksten betroffenen Diözesen – Wien, Linz und Innsbruck – vereinen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.8, PDF-S. 9. Original

Wie wurden sie angeklagt und verurteilt?

  1. Von 1.350 eindeutig identifizierten Beschuldigten waren rund die Hälfte Priester oder Ordensbrüder. Ordensschwestern und weltliche Angestellte werden meist im Zusammenhang mit Heimen genannt. Nur 22,8 % der beschuldigten Priester und Brüder lebten noch, als ihre Daten erfasst wurden.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.9, PDF-S. 10
    „Von 1.350 eindeutig identifizierten Beschuldigten entfallen rund die Hälfte auf Priester bzw. Brüder“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.9, PDF-S. 10. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.9, PDF-S. 10
    „Angestellte und Schwestern werden zumeist in Zusammenhängen mit Betreuungseinrichtungen angeführt“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.9, PDF-S. 10. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.9, PDF-S. 10
    „22,8 Prozent der Priester / Brüder waren zum Zeitpunkt der Erfassung ihrer Daten noch am Leben“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.9, PDF-S. 10. Original
  2. Das kirchliche Verfahren beruht auf Glaubhaftmachung statt Beweis; die Kirche verzichtet auf den Einwand der Verjährung. Den Begriff „Entschädigung“ vermeidet sie bewusst und spricht von „Finanzhilfe“.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 3, PDF-S. 6
    „Von Beginn an wurde auf die Bezeichnung „Entschädigung“ verzichtet“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 3, PDF-S. 6. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 3, PDF-S. 6
    „Auf die Einrede der Verjährung wird im kirchlichen Opferschutzverfahren verzichtet“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 3, PDF-S. 6. Original

Hintergrund

Wer bekam das Vermögen, wer profitierte?

  1. Bis 28. Mai 2025 entschied die Kommission über 3.492 Fälle. 3.115 Betroffene (89 %) erhielten eine Finanzhilfe, davon mehr als die Hälfte bis 5.000 Euro, rund 40 % bis 15.000 Euro, 253 bis 25.000 Euro und 28 mehr als 25.000 Euro. 99 bekamen nur Therapie, 278 keine Leistung.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.2, PDF-S. 7
    „Die Unabhängige Opferschutzkommission hat bis zum 28. Mai 2025 in 3.492 Fällen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.2, PDF-S. 7. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.3, PDF-S. 7
    „In 3.115 Fällen wurde Finanzhilfe zugesprochen (89 Prozent), davon 2.186 mal in Kombination mit Therapie und 929 mal ohne Therapie.“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.3, PDF-S. 7. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.3, PDF-S. 7
    „Weitere rund 40 Prozent erhielten bis zu 15.000 Euro“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.3, PDF-S. 7. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.3, PDF-S. 7
    „zu 25.000 Euro ausbezahlt, an 28 mehr als 25.000 Euro“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.3, PDF-S. 7. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.3, PDF-S. 7
    „99 betroffene Personen bekamen ausschließlich Therapie zugesprochen, 278 betroffenen Personen erhielten keine finanziellen Leistungen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.3, PDF-S. 7. Original
  2. Insgesamt wurden den Betroffenen bis 30. Juni 2025 37,7 Millionen Euro zuerkannt; 29,29 Millionen Euro Finanzhilfe waren ausbezahlt. Die Stiftung Opferschutz holt jede Zahlung von der kirchlichen Einrichtung zurück, in deren Verantwortung der Fall liegt.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.4, PDF-S. 7
    „37,7 Mio. Euro zuerkannt“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.4, PDF-S. 7. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 4.4, PDF-S. 7
    „29,29 Mio. Euro“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 4.4, PDF-S. 7. Original
    Beleg: Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Seite Stiftung Opferschutz
    „Alle geleisteten Zahlungen werden von der Stiftung von jener kirchlichen Einrichtung zurückgefordert, in deren Verantwortung der jeweilige Vorfall liegt.“
    Stiftung Opferschutz, Seite Stiftung Opferschutz. Original

Reaktion der Kirche

  1. Im März 2010 erklärten die Bischöfe, in der Kirche seien Täter oft mehr geschützt worden als die Opfer. Im selben Jahr traten 85.960 Menschen aus der katholischen Kirche aus, die größte Austrittswelle seit Ende der NS-Zeit. Kardinal Schönborn ernannte Waltraud Klasnic zur Opferschutzanwältin; die Kommission arbeitet seit April 2010.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 1.3, PDF-S. 2
    „Leider wurden in der Vergangenheit zu Unrecht in der Kirche die Täter oft mehr geschützt als die Opfer“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 1.3, PDF-S. 2. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 1.2, PDF-S. 2
    „allein 2010 verließen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 1.2, PDF-S. 2. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 1.2, PDF-S. 2
    „85.960 Katholikinnen und Katholiken die katholische Kirche“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 1.2, PDF-S. 2. Original
  2. Beim Staatsakt „Geste der Verantwortung“ im Parlament sagte Kardinal Schönborn vor rund 250 Betroffenen, die Kirche habe vertuscht und Täter versetzt statt abgesetzt. 2017 beschloss der Nationalrat die Heimopferrente, die auch für Gewalt in kirchlichen Heimen gilt.
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 2.4, PDF-S. 5
    „Wir haben vertuscht, wir haben, wenn Missbrauch bekannt geworden ist, Leute versetzt und nicht abgesetzt“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 2.4, PDF-S. 5. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 2.4, PDF-S. 5
    „Es waren 250 Betroffene von Missbrauch im Parlament anwesend“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 2.4, PDF-S. 5. Original
    Beleg: Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs, Kap. 2.4, PDF-S. 6
    „und ebenso für entsprechende Einrichtungen der Kirchen“
    Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 2.4, PDF-S. 6. Original

Originaltexte

Originaltext Kardinal Schönborn beim Staatsakt im Parlament, 17. November 2016

Ich stehe hier als Vertreter jener Einrichtung, die für viele von Ihnen mit schlimmsten Erinnerungen verbunden ist.

Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs: Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), Kap. 2.4, PDF-S. 5. Original

Siehe auch

Originaldokumente zum Nachlesen

  1. Kirchliches Dokument
    Hösele, Kupka-Baier, List, Scholz, Wuthe (Hg.), veröffentlicht von den Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs: Opferschutz und Missbrauchsprävention. Entwicklung und Ist-Stand in der katholischen Kirche in Österreich (Buch-Auszug aus „15 Jahre Unabhängige Opferschutzkommission und Rahmenordnung“), 1. Oktober 2025. Original (abgerufen 12. 10. 2026)
  2. Kirchliches Dokument
    Ombudsstellen der katholischen Kirche Österreichs: Stiftung Opferschutz. Original (abgerufen 12. 10. 2026)
Änderungsprotokoll (1)
  • : Aufgenommen

Zuletzt geändert am 12. Oktober 2026. Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht? Ergänzung oder Korrektur vorschlagen.