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1627-2012 · 385 Jahre · im Zeitstrahl zeigen

Köln 1627: Katharina Henot wird vom Gericht des Kurfürsten als Hexe zum Tode verurteilt; der Rat der Stadt rehabilitiert sie 2012 moralisch

Katharina Henot wurde 1627 in Köln hingerichtet. Laut Rat der Stadt lag die Blutgerichtsbarkeit beim Landesherrn: Die Todesurteile fällte das Kurfürstlich Hohe Weltliche Gericht, die Hinrichtungen geschahen im Namen des Kurfürsten. Kurfürst war Ferdinand, zugleich Erzbischof von Köln. 2012 bekräftigte der Rat ihre moralische und sozialethische Rehabilitation und verurteilte die Hinrichtungen. Eine rechtswirksame Rehabilitierung könne die Stadt nicht aussprechen.

Zeitraum
1627-2012 (385 Jahre)
Land
Deutschland
Institutionen
Erzstift Köln
Kategorie
Rehabilitierung, Verfolgung
Belegstufe
A Primärquelle · was heißt das?
Personen
Katharina Henot (1627 als Hexe hingerichtet)
Ferdinand von Bayern (Erzbischof und Kurfürst von Köln)

Was den Menschen geschah

Wie wurden sie angeklagt und verurteilt?

  1. Die Blutgerichtsbarkeit oblag dem Landesherrn. Die Todesurteile fällte das Kurfürstlich Hohe Weltliche Gericht, die Hinrichtungen geschahen im Namen des Kurfürsten. Das traf auch Katharina Henot, die 1627 als Hexe zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.
    Beleg: Stadt Köln, Der Oberbürgermeister (Abdruck bei antonpraetorius.de), Begründung
    „die im Jahr 1627 in Köln hingerichtete Katharina Henot“
    Beschlussvorlage 1997/2012: Rehabilitation der Katharina Henot und anderer Opfer von Hexenprozessen in Köln, Begründung. Original
    Beleg: Stadt Köln, Der Oberbürgermeister (Abdruck bei antonpraetorius.de), Begründung
    „Die sogenannte Blutgerichtsbarkeit der Stadt oblag dem Landesherrn.“
    Beschlussvorlage 1997/2012: Rehabilitation der Katharina Henot und anderer Opfer von Hexenprozessen in Köln, Begründung. Original

Was geschah mit den Betroffenen?

  1. 2012 bekräftigte der Rat der Stadt Köln die moralische und sozialethische Rehabilitation und verurteilte die vollstreckten Hinrichtungen. Eine rechtswirksame Rehabilitierung könne die Stadt nicht aussprechen. Henot steht als Figur am Rathausturm, 1992 wurde eine Gesamtschule nach ihr benannt.
    Beleg: Stadt Köln, Der Oberbürgermeister (Abdruck bei antonpraetorius.de), Beschluss
    „Der Rat der Stadt Köln bekräftigt erneut diese Rehabilitierung“
    Beschlussvorlage 1997/2012: Rehabilitation der Katharina Henot und anderer Opfer von Hexenprozessen in Köln, Beschluss. Original
    Beleg: Stadt Köln, Der Oberbürgermeister (Abdruck bei antonpraetorius.de), Begründung
    „keine rechtswirksame Rehabilitierung aussprechen kann“
    Beschlussvorlage 1997/2012: Rehabilitation der Katharina Henot und anderer Opfer von Hexenprozessen in Köln, Begründung. Original
    Beleg: Stadt Köln, Der Oberbürgermeister (Abdruck bei antonpraetorius.de), Begründung
    „Katharina Henot als Figur Nr. 54 im 2. OG zu sehen“
    Beschlussvorlage 1997/2012: Rehabilitation der Katharina Henot und anderer Opfer von Hexenprozessen in Köln, Begründung. Original

Hintergrund

Reaktion der Kirche

  1. Ferdinand war zu dieser Zeit Erzbischof und Kurfürst von Köln.
    Beleg: Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Wikisource), Artikel Ferdinand
    „Ferdinand, Erzbischof und Kurfürst von Köln“
    Ferdinand, Erzbischof und Kurfürst von Köln, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 6 (1877), Artikel Ferdinand. Original

Siehe auch

Originaldokumente zum Nachlesen

  1. Staatlicher Bericht
    Stadt Köln, Der Oberbürgermeister (Abdruck bei antonpraetorius.de): Beschlussvorlage 1997/2012: Rehabilitation der Katharina Henot und anderer Opfer von Hexenprozessen in Köln, 6. Juni 2012. Original (abgerufen 31.10.2026)

Fachliteratur und Nachschlagewerke

  1. Nachschlagewerk
    Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Wikisource): Ferdinand, Erzbischof und Kurfürst von Köln, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 6 (1877), 1. Januar 1877. Original (abgerufen 31.10.2026)
Änderungsprotokoll (1)
  • : Aufgenommen

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